20. Mai 2022

Jenseits des Balls

Sulzbacher Spitzen

von Mathias Schlosser

Wäre es nicht fast 20 Grad warm gewesen, hätte man denken können, es sei Silvester, als der gestrige Donnerstag um Mitternacht begann. Überall knallten Feuerwerkskörper und überall prosteten sich teils wildfremde Menschen zu und lagen sich in den Armen. Nein, das Jahr 2022 war nicht nach 138 Tagen vorbei. Die Eintracht hatte nach 42 Jahren wieder den UEFA-Pokal gewonnen.

Der Sieg hat aber nicht nur die lange Durststrecke ohne internationalen Titel beendet. Für viele endete am Mittwochabend auch die mehr als zweijährige berührungsfreie Zeit. Obwohl die Corona-Maßnahmen ja schon seit einigen Wochen außer Kraft sind, fühlten sich viele doch immer noch unwohl, wenn es in der Öffentlichkeit einmal eng wurde. Um wieder Hände zu schütteln und andere zu umarmen, musste schon ein besonderes emotionales Ereignis her. Und das lieferte die Eintracht am Mittwochabend. Wofür Fußballer doch alles zuständig sind.
Schade ist nur, dass sich nicht alle Krisen nach 120 Minuten und ein paar Elfmetern lösen lassen. Der Krieg in der Ukraine wird immer noch mit Kugeln statt mit Bällen ausgefochten und die Erderwärmung schreitet offensichtlich schneller voran als Filip Kostic rennen kann. Es ist leider doch nur ein blecherner Pokal, der da gewonnen wurde. Und nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

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One thought on “Jenseits des Balls

  1. Zum Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt.Ich bin seit 16 Jahren Mitglied der SPD und seit 32 Jahren Mitglied der Eintracht Frankfurt.Politiker haben eine Aufgabe zu erfüllen. Was der Oberbürgermeister nicht gemacht hat.Er hat seine Verantwortung ins Lächerlich gemacht.Dem Trainer und den Kapitän den Pokal wegnehmen.Und dann noch eine Rede die ein E Fußballerdes 1 FC Sulzbach besser gemacht hätte.Alle Namen nicht richtig vorgelesen.Ich habe eine gute idee.Der Oberbürgermeister kommt ins Gefängnis des Römers.Bitte den Schlüssel wegschmeißen.Und der EFußballer des 1 FC Sulzbach macht seineAmtsgeschäfte.Eine Schande für die Stadt für den verein und für die SPD.

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