11. Oktober 2022

Ein einzigartiger Zusammenklang

Das Konzert „Songbook“ brachte Saxofon, Akkordeon und Bassklarinette zusammen

Beim Konzert „Songbook“ des Sulzbacher Akkordeon-Clubs war die ungewöhnliche Kombination aus Saxofon, Akkordeon und Bassklarinette zu hören. Foto: Schöffel

Der Sulzbacher Akkordeon-Club (ACS) präsentierte am 1. Oktober ein besonderes Konzert mit dem Titel „Songbook“. Die ungewöhnliche Kombination aus Saxofon, Akkordeon und Bassklarinette sorgte für ständigen Applaus im Schultheißen-Saal des Frankfurter Hofes.

„Mit diesem Konzert möchte der ACS auch in Zukunft neben dem eigenen Orchester profilierte Musiker und Orchester nach Sulzbach bringen, die zeigen, dass das Akkordeon kein verstaubtes Instrument, sondern ein Instrument des 21. Jahrhunderts ist“, sagte der Vorsitzende des ACS, Wolfgang Opitz, und erklärte den Titel „Songbook“. Das sei ein fesselndes Portrait der jahrelangen Zusammenarbeit zweier Musiker und Freunde, dem Saxofonisten Matthias Anton und Hans-Günther Kölz am Akkordeon.
Matthias Anton ist Professor für Saxofon an der Musikhochschule Trossingen, und Hans-Günther Kölz ist Dozent am Hohner-Konservatorium in Trossingen. Die beiden Vollblutmusiker bewegten sich eindrucksvoll durch verschiedene Stilrichtungen und Genres von Klassik bis Jazz. Zu hören waren hauptsächlich eigene Werke der beiden Musiker wie „Waltz for Betty“, „Without Words“, „Springdance“ oder „Summerflowers“. Auch bei der Komposition von Astor Piazolla, der leicht verjazzte „Libertango“, und der „Bluesette“ von Toots Thielemann, brillierten Matthias Anton und Günther Kölz durch höchst harmonisches Zusammenspiel.
Egal ob solistisch, im Duett oder im Dialog – der Zusammenklang von Saxofon und Akkordeon war gleichermaßen einzigartig und wurde durch den Einsatz der Bassklarinette noch verstärkt. Der Klang dieser beiden Instrumente hat die Musiker zu den Arrangements von Erik Saties „Gnossienne Nr. 3“ und der bekannten Duke Ellington Komposition „Caravan“ inspiriert. Ein Schwenk ins Brasilianische gelang mit „Playground“ von Nelson Faria. In allen Titeln, selbst im „Tango pour Claude“, war die grenzenlose Spielfreude beider Profis zu hören und zu spüren. gs

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