2. März 2023

„Bild von den Hintergründen“

Workshop: Albert-Einstein-Schüler beschäftigten sich mit der Geschichte des Nahostkonflikts

Eigenständige Teamarbeiten wechselten sich im Workshop des Jugendbildungswerks an der Albert-Einstein-Schule zum Nahostkonflikt mit fachlichen Vorträgen und Diskussionen ab. Foto: mag

Am Mittwoch vergangener Woche hatte das Jugendbildungswerk gemeinsam mit dem „Violence Prevention Network“ zu einem Workshop zum Nahostkonflikt eingeladen. Teilnehmende waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun und zehn der Albert-Einstein-Schule, die sich in der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagieren.

Zum Hintergrund erläutert Jugendbildungsreferentin Nadine Desoi: „Die Spannungen zwischen Palästina und Israel verlieren nicht an Aktualität und haben seit der Regierungsbildung in Israel Ende 2022 erneut zugenommen. Wer hin und wieder Nachrichten schaut oder sich in Social Media informiert, kommt um das Thema nicht herum. Der Gesprächsbedarf ist hoch, der Grad an Emotionalität teils ebenso.“ Aus diesem Grund hat sie die Kooperation mit dem „Violence Prevention Network“ gesucht, das durch präventive politische Bildungsarbeit die Stärkung der Toleranz von unterschiedlichen Weltsichten sowie die Früherkennung, Vermeidung und Umkehr von Radikalisierungsprozessen fördert.
Im Rahmen des Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen mit der historischen Grundlage des Nahostkonflikts, mit differenzierten Sichtweisen auf den Konflikt und mit der Frage nach dem Einfluss auf die Zukunft. Bei einem Quiz lernten die Jugendlichen beispielsweise, dass unter absoluter Häufigkeit betrachtet, die meisten Muslime auf dem asiatischen Kontinent leben, nämlich in Indonesien, Indien und Bangladesch, und nicht, wie verbreitet angenommen, auf der arabischen Halbinsel oder in den nordafrikanischen Ländern. Ebenso überraschte die Tatsache, dass neben den USA und Israel auch Frankreich zu den Ländern mit einer großen jüdischen Gemeinschaft zählt.
Insgesamt wurde der Workshop von den Jugendlichen sehr gut bewertet, wie sich in der abschließenden Feedback-Runde zeigte. Viele betonten, sie hätten nun ein klareres Bild von den Hintergründen des Konflikts und fänden es wichtig und gut, das Thema im Rahmen ihrer Schulbildung zu behandeln.
Die Veranstaltung war Teil der Aktivitäten des Arbeitskreises „Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus“, in dem das Jugendbildungswerk mitwirkt. Weitere Workshops mit Schülerinnen und Schülern der Friedrich-Ebert-Schule sind bereits in Planung. red

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